DKD wird DAkkS

Rückblick: Entwicklung des Akkreditierungswesens bis zur Gründung der DAkkS

 

  • Gründung DKD
    Die Gründung des DKD erfolgte 1977 mit den Zielen:
    a) Privatisierung von seither staatlich Aufgaben
    b) Deregulierung und Abbau von technischen Handelshemmnissen.

      Im DKD sind Kalibrierlaboratorien von Industrieunternehmen, Forschungsinstituten, technischen Behörden, Überwachungs- und Prüfinstitutionen zusammengeschlossen. Sie werden vom DKD akkreditiert und überwacht. Sie führen Kalibrierungen von Messgeräten und Maßverkörperungen für die im Rahmen der Akkreditierung festgelegten Messgrößen und Messbereiche durch.
      Die von ihnen ausgestellten DKD-Kalibrierscheine sind ein Nachweis für die Rückführung auf nationale Normale, wie sie von der Normenfamilie DIN EN ISO 9000 und der DIN EN ISO/IEC 17025 gefordert wird. Gemäß Verordnung (EG) Nr. 765/2008 wurde das Akkreditierungswesen in Deutschland zum 1. Januar 2010 umgestellt. Die Akkreditierungsstelle des Deutschen Kalibrierdienstes (DKD) wurde mit Wirkung vom 17.12.2009 in die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) überführt.

 

  • Zersplittertes Akkreditierungswesen in Deutschland
    Anders als zahlreiche andere Staaten verfügte Deutschland bis Ende 2009 nicht über eine einzige nationale Akkreditierungsstelle, sondern über ein zersplittertes Akkreditierungssystem, das aus rund 20 privaten und öffentlich-rechtlichen Akkreditierungsstellen in sich teilweise überschneidenden Gebieten bestand. Die Zusammenarbeit und Koordinierung der Akkreditierungsakteure übernahm seit 1991 der Deutsche Akkreditierungsrat (DAR), der nach der Gründung der DAkkS seine Tätigkeit Ende 2010 eingestellt hat.

 

  • Entstehung der Deutschen Gesellschaft für Akkreditierung (DGA)
    Im Hinblick auf die mit Beginn des Jahres 2010 anstehenden grundlegenden Veränderungen des deutschen Akkreditierungswesens durch das Inkrafttreten der Verordnung (EG) Nr. 795/2008 sowie der Verabschiedung des Akkreditierungsstellengesetzes (AkkStelleG) durch den Bundestag im Juli 2009 schlossen sich die drei wichtigsten privaten Akkreditierungsgesellschaften zusammen. Aus der Deutschen Akkreditierungsstelle Chemie GmbH (DACH), der Deutsches Akkreditierungssystem Prüfwesen GmbH (DAP) und der Trägergemeinschaft für Akkreditierung GmbH/DATech (TGA) wurde im September 2009 die Deutsche Gesellschaft für Akkreditierung GmbH (DGA). Der Mitgliedsstatus von DACH, DAP und TGA/DATech in der europäischen Akkreditierungsorganisation EA ging durch die Verschmelzung auf die DGA über.

 

  • Gründung der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS)
    Gründung, Verschmelzung und Beleihung der DAkkS

    In § 8 AkkStelleG ist festgelegt, dass eine juristische Person des Privatrechts mit den Aufgaben und Befugnissen einer Akkreditierungsstelle beliehen werden kann. Das mit der Errichtung der nationalen Akkreditierungsstelle beauftragte Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) entschied sich für die Neugründung einer GmbH, die später mit bestehenden Organisationen verschmolzen und beliehen werden konnte. Die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH wurde mit Gesellschaftervertrag vom 16. Oktober 2009 gegründet (zunächst 100% Bund).
    Am 17. Dezember 2009 verschmolz dann die im September 2009 gegründete DGA (ehemals DACH, DAP und TGA/DATECH) mit der DAkkS. Darüber hinaus wurde der Deutsche Kalibrierdienst (DKD) durch einen Organisationserlass des BMWi in die DAkkS übergeleitet.

 

  • Start der DAkkS im Januar 2010
    Zum 1. Januar 2010 nahm die DAkkS ihre Geschäftstätigkeit als nationale Akkreditierungsstelle auf. Die DAkkS ist durch die Beleihung hoheitlich tätig, unterliegt dem deutschen Verwaltungsrecht und nimmt die Akkreditierungstätigkeiten gemäß Verordnung (EG) Nr. 795/2008 wahr.
    Mit dem Zusammenschluss der ehemals privaten Gesellschaften unter dem Dach der neuen Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH und der Beleihung der DAkkS vertraute Deutschland im Zuge der Neuordnung auf die Infrastruktur, Erfahrung und technische Kompetenz der bestehenden Akteure im Bereich der Akkreditierung.

 

  • Gültigkeit der Akkreditierung, Übergangsregelungen und Anerkennung
    Bestehende Akkreditierungen der in der DAkkS aufgegangenen Akkreditierungsstellen (DACH, DAP, TGA/DATech und DKD) bzw. weiterer behördlicher und privater Akkreditierungsstellen behalten bis zum ihrem Auslaufen (spätestens zum 31. Dezember 2014) ihre Gültigkeit. Sofern diese in der Datenbank der akkreditierten Stellen gelistet sind, werden sie fortan durch die DAkkS überwacht.

 

  • Annerkennung der Akreditierungen
    Die DAkkS ist Mitglied in der Europäische Kooperation für Akkreditierung (EA).
    Die internationale Anerkennung der Akkreditierungen wird dadurch weiterhin gewährleistet.