Rekalibrierintervalle

Alle qualitätsrelevanten Prüfmittel müssen in festgelegten Intervallen überwacht werden. Die Festlegung von Kalibrierintervallen beinhaltet eine Risikobewertung, bei der Aufwand und Nutzen gegeneinander abgewogen werden müssen.

Wie oft sollen Messgeräte und Normale rekalibriert werden?

 

Es gibt keine verbindliche allgemeine Regelung . Die Festlegung von Kalibrierintervallen beinhaltet eine Risikobewertung, bei der Aufwand und Nutzen gegeneinander abgewogen werden müssen:

  • Kalibrierkosten sollten so klein wie möglich gehalten werden.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Prüfmittel während der Nutzung den Grenzwert für Messabweichungen  überschreitet, muss so klein wie möglich sein.

Dabei ist maßgebend, wie groß die Folgen falscher Entscheidungen auf Grund abweichender Messergebnisse wegen fehlerhafter Prüfmittel sind.

 

Kriterien zur Festlegung der Kalibrierintervalle sind:

  • Erforderliche Messgenauigkeit  im Verhältnis zur festgestellten Messgenauigkeit des Prüfmittels
  • Stabilität in Bezug auf o Nullpunktänderung o Änderungen der Verstärkung
  • Linearitätsveränderungen
  • Elektrische Eigenschaften
  • Thermische Eigenschaften
  • Verschleiß (Benutzungshäufigkeit und -bedingungen)
  • Alterung o Chemische Eigenschaften
  • Umgebungseinflüsse
  • Bedienereinflüsse

Da sich die Kalibrierergebnisse eines Prüfmittels von Kalibrierung zu Kalibrierung verändern, sollten die Intervalle bei jeder Kalibrierung überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Das Zeitintervall für die darauf folgenden Kalibrierungen wird je nach Qualität der Rekalibrierergebnisse im Sinne der Langzeitstabilität entsprechend verlängert oder verkürzt. Es muss somit individuell erprobt werden.