Rückführbarkeit

Generell richtiges Messen setzt weltweit einheitliche und gleiche Bezugsgrößen voraus, also internationale Normale. Die ältesten internationalen Normale sind: Ur-Meter und Ur-Kilogramm.
Genaueste Kopien von solchen Primär-Normalen werden von den einzelnen Staaten als nationale Normale aufbewahrt.

In Deutschland wacht hierüber die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) Braunschweig und Berlin.

Die Werksnormale – z. B. in der Industrie – sind nach einer strengen Genauigkeits- Hierarchie in einer lückenlosen Kette an diese nationalen Normale angeschlossen. Nur eine einwandfreie Rückführung auf das nationale Normal garantiert je nach Hierarchiestufe die erforderliche Genauigkeit einer Messung.

Nur so lässt sich gleichbleibende Qualität aufrecht erhalten.

 

Bei einer rückführbaren Kalibrierung wird zunächst ein rückführbares Normal eingesetzt. Solch ein Normal besitzt selbst eine Kalibrierung, die durch eine ununterbrochene Kette von Kalibrierungen eine Beziehung zu den Definitionen der S.I.-Einheiten hat. Diese Beziehung wird ausgedrückt durch die beiden Parameter Abweichung und Kalibrierunsicherheit. Wird das Ergebnis der Kalibrierung nun wiederum mit Abweichung und Unsicherheit ausgedrückt, so ist auch dieses Kalibrierergebnis rückführbar. Rückführbarkeit ist also die Eigenschaft eines Ergebnisses und nicht eines Gerätes.